[Kritiken] Bewertet Eure Bücher

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Re: [Kritiken] Bewertet Eure Bücher

Beitrag Nummer:#26  Beitragvon Chris Sabion » Mi 03 Nov, 2010 07:24

Gefällt mir allein schon deswegen nicht, da es überwiegend in der Ich-Form geschrieben ist.
Schon klar, dass das die Dramaturgie erhöhen kann, wenn man es gut einsetzt, nur leider konnte ich mich bisher nicht mit Büchern anfreunden, die in der Ich-Form geschrieben wurden.

Eine Ausnahme (und vielleicht ein Tiupp für Dich, da Du ja Sci-Fi Klasiker liest) sind Stanislaw Lems Sterntagebücher.
Also wenn Du mal nichts zu lesen hast empfehle ich (falls Du das noch nicht kennst)

Stanislaw Lem - Sterntagebücher
Stanislaw Lem - Der Unbesiegbare

Von ihm ist auch das Buch Solaris, das habe ich aber nicht gelesen, und den Film habe ich auch nicht gesehen.


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Re: [Kritiken] Bewertet Eure Bücher

Beitrag Nummer:#27  Beitragvon Vladch » Fr 21 Jan, 2011 12:07

Terry Pratchett - Guards! Guards!

Da ich immer schon mal wissen wollte, wie das mit den Nachtwächtern angefangen hat, habe ich mir diesen Scheibenweltroman zu Gemüte geführt. Ich mag die Nightwatch ja eh und in diesem Roman spielen sie die Hauptrolle. Die Story ist scheibenwelttypisch und der schwarze Humor kommt nicht zu kurz. Ich war mal wieder so begeistert, dass ich das Buch in wenigen Tagen durch hatte und gleich das nächste bei amazon bestellt habe.


Aldous Huxley - Brave New World

Ich hatte nie die Gelegenheit diesen Klassiker der dystopischen Science-fiction zu lesen. Der Roman deprimiert einen ziemlich, da das meiste eh schon Realität ist und vieles wird es so wie im Buch beschrieben wohl nie geben, da es einfach nicht nötig ist. Es ist nicht nötig Menschen absichtlich dumm zu erzeugen, da man mithilfe der Medien die Menschen auch nachträglich verdummen und gleichzeitig zufriedenstellen kann. Die Leute wehren sich noch nicht mal, wenn mal wieder eine Steuererhöhung ansteht, weil die Politiker und Wirtschaftsheiligen es verbockt haben, eine funktionierende Ökonomie hinzukriegen. Es ist viel einfacher die Menschen zu kontrollieren als das Buch hier suggeriert. Oder wie sonst kann man erklären, dass man für fast jeden Job mittlerweile Abitur braucht, aber ein Politiker braucht nichtmal einen Hauptschulabschluss? Man muss nichtmal des Englischen (oder einer anderen Fremdsprache) mächtig sein, um Außenminister zu werden. Man muss nur tief genug in Löcher reinkriechen und nur egoistisch genug sein, dann bringt man es auch in der Gesellschaft bis ganz nach oben. Ich hätte viel lieber in der brave new world gelebt...

Nochwat, ihr Vollspastis:

Terry Pratchett - Feet of clay

Joar, gestern habe ich auf der Zugfahrt nach Köln und zurück die letzten 200 Seiten regelrecht verschlungen. Die Wachen sind wohl meine Lieblingscharaktere in der Scheibenwelt, denn die sehr unterschiedlichen Charaktere ergänzen sich wunderbar. Auf den letzten Seiten folgt dann noch einer der genialsten Dialoge zwischen Vimes und Vetinari, weswegen ich auch den Patriarchen so liebe: er hat von anfang alles gewusst, lässt Vimes aber erstmal "detektieren" und die nicht ausgesprochenen aber sehr wohl verstandenen Dinge zwischen beide sind einfach super in Szene gesetzt. Die Story war auch ein ganz netter Krimi. Das Buch führte mich glatt dazu, gleich das nächste zu bestellen.


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Re: [Kritiken] Bewertet Eure Bücher

Beitrag Nummer:#28  Beitragvon Chris Sabion » Fr 21 Jan, 2011 12:24

DIe Wache ist seit jeher die interessanteste Gruppe auf der Scheibenwelt, und die Geschichten sind immer voller Detektivarbeit, richtige Krimis.

Ausserdem macht es richtig Spaß, zu lesen, wie sich die Wache weiter entwickelt, Pratchett selbst kommt in den Büchern über die Wache immer wieder darauf zurück, wie alles anfing, wenn Sgt. Colon zum Beispiel darüber sinniert, wie einfach es in den alten Tagen war, als sie nur zu Dritt waren.
Ein Drache war zwar ein Problem, aber das Problem war geradeheraus, direkt vor einem, unkompliziert.
Heutzutage muss man um zu viele Ecken denken, bestes Beispiel in "Jingo" mit seiner politischen Verschwörung.


Chronologische Reihenfolge der "Wache"-Bücher:


Wachen! Wachen! (Guards! Guards!)
Helle Barden (Men at Arms)
Hohle Köpfe (Feet of Clay)
Fliegende Fetzen (Jingo!)
Der fünfte Elephant (The fifth elephant)
Die Nachtwächter (Nightwatch)
Klonk! (Thud!)


Persönliche Reihenfolge der "Wache"-Bücher:

Jingo
Nightwatch
Men at Arms/Feet of Clay
Guards! Guards!
The fifth elephant
Thud!


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Re: [Kritiken] Bewertet Eure Bücher

Beitrag Nummer:#29  Beitragvon C-Ro » Mo 27 Jun, 2011 15:59

Auf dem Weg in den Urlaub Stellten meine Freubndin und ich fest, dass wir nur ein Buch mitgenommen hatten (Feine Familie - Tom Sharpe). Alos haben wir uns am Flughafen nach weitere Lektüre umgesehen und sind fündug geworden.

Schneller als der Tod - Josh Bazell

In dem Thriller geht es um einen Arzt, der im Manhattan Catholic, einem abgewirtschaftetem Krankenhaus in New York arbeitet. Dieser Arzt hat eine düstere Vergangenheit, welche ihn im Laufe des Romans einholt.

Kurzbeschreibung (Verlag):

Pietro ist clever und smart und war Killer für die New Yorker Mafia. Er stieg aus und glaubt sich sicher – er ist erstens im Zeugenschutzprogramm und zweitens Arzt in einem Krankenhaus. Bis einer der alten Feinde eingeliefert wird. Diagnose: Krebs im Endstadium. Wenn er stirbt, ist Pietro geliefert. Die nächsten acht Stunden im Tollhaus der Klinik werden zum atemlosen Wettkampf um sein Leben.


Die ersten Zeilen lesen sich noch bedächtig, doch schon auf den ersten Seiten deutet der Roman an, wohin die Reise geht. Im Folgenden gibt es zwei Hauthandlungsstränge, die den Leser schnell mitten ins Geschehen ziehen.


Paralelen zu "Dexter" kommen einem unweigerlich sofort in den Sinn. Ein Arzt, der mordet. Aber nur die wirklich Bösen... Allerdings ist das Setting dann doch ein anderes, so dass man nicht das Gefühl hat hier sei irgendetwas abgekupfert worden.


Recht detailiert werden die beiden Werdegänge des Protagonisten Stück für Stück beschrieben, so dass sich der Nebel immer mehr lichtet. Dabei wird durch verschiedene Andeutungen das Interesse mehr zu erfahren dauerhaft aufrecht erhalten.

Alles in allem bin ich gut unterhalten worden.

8/10 Dreifachohrfeigen


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Re: [Kritiken] Bewertet Eure Bücher

Beitrag Nummer:#30  Beitragvon Dachdegger » So 03 Jul, 2011 13:32

Na ja als Geschichtsinteressierter lese ich grad (Wo ist Bale eig. de rmuss doch auch interssiert sein) : Ein ausgesprochen lesenswertes Buch, auch wenn das bei meinem Englischdozenten zu Kopfschüttel geführt hat. "what#s your hobby..aw history.."  :uglypicard:

http://www.amazon.de/Preußen-Aufstieg-Niedergang-1600-1947/dp/3570550605/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1309696229&sr=8-1

Preußen. Aufstieg und Niedergang 1600 - 1947

Christopher Clark schildert den Aufstieg Preußens vom kleinen, an Bodenschätzen armen Territorium um Berlin zur dominierenden Macht auf dem europäischen Kontinent. Seine brillante Darstellung von über 300 Jahren preußischer Historie ist ein Meisterwerk der Geschichtsschreibung.

Die Auflösung Preußens durch ein alliiertes Kontrollratsgesetz am 25. Februar 1947 setzte einen Schlusspunkt unter eine Jahrhunderte alte wechselvolle Geschichte. Der Name Preußen ist untrennbar verbunden mit Aufklärung und Toleranz, verkörpert etwa in Friedrich dem Großen, verbunden aber auch mit Militarismus, Maßlosigkeit und Selbstüberschätzung Wilhelms II. Das Nachdenken über Preußen stand in den letzten Jahrzehnten im Schatten der hitzigen Debatten über die deutsche Geschichte.

Doch die Zeit ist reif für einen distanzierten, sensibel wägenden Blick auf dieses große Kapitel der deutschen und europäischen Vergangenheit. Christopher Clark schildert den Aufstieg Preußens vom kleinen, an Bodenschätzen armen Territorium um Berlin zur dominierenden Macht auf dem europäischen Festland und schließlich die Auflösung nach dem Zusammenbruch des Deutschen Reiches. Seine brillante Darstellung von über 300 Jahren preußischer Historie ist ein Meisterwerk angelsächsischer Geschichtsschreibung.


10/10 Geschichtspunkte


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Re: [Kritiken] Bewertet Eure Bücher

Beitrag Nummer:#31  Beitragvon C-Ro » Mi 11 Apr, 2012 12:07

Leichenblässe - Simon Backett

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Leichenblässe (original "Body Farm") ist der dritte Roman (Die Chemie des Todes und Kalte Asche) um den Hauptprotagonisten, den forensichen Antropologen David Hunter. In einer Kritik habe ich gelesen, dass es starke Übereistimmungen zu Navi:CIS geben soll. Da ich die Serie nicht gucke ist mir das a) nicht aufgefallen und b) egal. :ugly:

Inhalt:
Bei seinem letzten Einsatz ist der Forensiker David Hunter nur knapp dem Tode entronnen. Von einer vollständigen Genesung weit entfernt, quält ihn die Frage, ob er seinem Beruf noch gewachsen ist. Hunter sagt alle neuen Aufträge ab und kommt dennoch nicht zur Ruhe. Er beschließt daher, die Body Farm in Tennessee aufzusuchen – eine bekannte Akademie, an der er sein Handwerk erlernte. Dort trifft Hunter einen alten Freund, den er bei den Ermittlungen im Fall eines sadistischen Mordes unterstützen soll. Das Opfer wurde gefoltert, die Leiche ist bis zur Unkenntlichkeit zersetzt – weit mehr, als es unter diesen Umständen der Fall sein dürfte.

Quelle: http://www.krimi-couch.de/krimis/simon-beckett-leichenblaesse.html

Ich fand, dass sich der Roman im Urlaub gut lesen lies. Da ich die ersten beiden Romane mit Dr. Hunter schon gelesen habe, war ich mir auch über seine (Hunter) Schwermütigkeit bewusst, welche in einigen Kritiken negativ bewertet wird. Ich finde die Hunter-Romane ganz gut, ohne, dass diese jetzt herausragend sind. Ab und an wird ein zweiter "Handlungsstrang" in Form von Monologen/Gedanken des Killers eröffnet, was das ganze angenehm auflockert. Zugegeben: In der Nachbetrachtung sind Mehrzahl der Figuren Stereotypen, die man schon häufiger in verschiedenen Geschichten gesehen hat. Ich habe mich zumindest nicht gelangweilt.

6/10 Leichen, die verwesen


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Re: [Kritiken] Bewertet Eure Bücher

Beitrag Nummer:#32  Beitragvon too.hardcore » So 27 Mai, 2012 19:26

rogue warrior.

beschreibt die anfänge der anti-terroreinheiten seal team six (hallo osama) und red cell und die militärische laufbahn des menschens, der die wohl damals aufgebaut hat. ganz unterhaltsam geschrieben, viele schimpfwörter, non-stop action (manchmal am rande glaubwürdigkeit) und jede menge macho-attitüde, wobei die irgendwann in der zweiten hälfte etwas nervig wurde.

so 7/10


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